"24 Stunden rund um Geburt"
im Detail

performance - "limit"
cynthia schwertsik

eine performance über die grenzen die wir uns setzten & gar nicht mehr bemerken wie sie uns einschränken weil wir im alltag mit ihnen verwachsen - & der gegensatz: der spezielle moment, überwältigend: liebe, schmerz, lust, trauer - wo wir ausbrechen aus dem alltag & das leben spüren die endlichkeit hier - in opposition zum alltag, in seiner gleichförmigkeit das unendliche wiederspiegelt.
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DER SCHMERZ ALS GEBURTSHELFER     > >   zum Vortrag

Verena Schmid, Hebamme
Direktorin der Scuola Elementale di Arte Ostetrica, Florenz

Schmerz ist zentraler Aspekt, einschneidend und gefürchtet bei der physiologischen Geburt. Nach Werten und Interpretation unserer Wohlstandsgesellschaft ist er überflüssig und sinnlos. Zusammen mit der Überflüssigkeit des Geburtsschmerzes ist das Gebären selbst überflüssig geworden, der Kaiserschnitt nimmt die Überhand (in Italien 32%, in Süditalien 54%), er erscheint als eine saubere, schmerzlose, mühelose Geburt. Von dieser sozialen Einstellung wird die Information durch die Massmedia gefärbt und die Frauen werden weiterhin getäuscht und belogen. Für eine schwangere Frau ist es heute sehr schwierig, sich für den Geburtsschmerz zu entscheiden und ihn aktiv anzunehmen. Häufig ist die Haltung zurückhaltend oder in Verteidigung.

Die körperlichen, psychischen und beziehungsorientierten Funktionen des Schmerzes für die Frau und für das Kind werden in diesem Referat erläutert.

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"Musik am Nachmittag"

Ludwig van Beethoven - Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello op.11

Clemens Zeilinger - Klavier
Bernhard Zachhuber - Klarinette
Edda Breit - Violoncello

Iannis Xenakis - Charisma

Bernhard Zachhuber - Klarinette
Edda Breit - Violoncello

Ingeborg Rosegger-Rott und 9 Frauen singen

Musikalische Gedanken zum Thema "Väter"

Lorenz Raab - Trompete

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"Die Geburt der Väter"

Ass.- Prof. Mag. Dr. Harald Werneck
Inst. f. Psychologie der Univ. Wien Arbeitsbereich Entwicklungspsychologie

In Zusammenhang mit der Geburt wird in den letzten Jahren neben den Perspektiven und Rollen der beiden "Hauptakteure" - Mutter und Kind - auch zunehmend das Erleben und Verhalten der Väter diskutiert.
In dem Vortrag werden einige (der nach wie vor relativ spärlichen) Befunde darüber referiert, wie Väter dieses Ereignis erleben, wie sie sich in der ersten Zeit danach verhalten, worauf sich ihre ersten Gedanken beim Anblick des Babys beziehen, inwiefern bzw. woraus sich Probleme für die Väter ergeben können, wie sehr bzw. welche positiven Empfindungen typischerweise angegeben werden.
Gerade die allererste Zeit nach der Geburt erweist sich dabei immer wieder als wegweisend und auch prädiktiv für die Qualität der späteren Vater-Kind-Interaktionen, aber auch für die elterliche Partnerschaftsqualität und somit wiederum indirekt für die kindliche Entwicklung.

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"Musik zur Vernissage"

W. A. Mozart - Quartett für Flöte, Violine, Viola und Violoncello KV 285 in D-Dur

Magda Bork - Flöte
Hartmut Pascher - Violine
Barbara Palma - Viola
Edda Breit - Violoncello

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"Körperformen - Schöne Bäuche"
Mag. art Maria Hubinger

Ausgangspunkt der Serie „Schöne Bäuche" sind Bauchformen von schwangeren Frauen. Aus dieser individuellen Grundform heraus lasse ich während des Arbeitsprozesses die verschiedenen Formen herauswachsen - sie ergeben sich durch immer neue Überarbeitung der Oberflächenschwünge, bis alles mit allem schwingt.

Wichtig ist mir dabei immer ein direkter innerlicher Bezug der Außenform dieser Kraftobjekte oder „weiblichen Wackelsteine" mit dem Innen, der Innenkraft, der Lebenskraft.

Als vom restlichen Körper abgenabelte Schwangerenbäuche stehen diese Körperformen für das pure Leben. Sie sind Symbole für Konzentration und Zentrum von Lebenskraft. Es geht mir um ein sich durch die Oberfläche abzeichnendes, geheimnisvolles Werden und Wachsen, ein Innen und Außen.

Diese Formen sind für mich Urformen weiblicher Schönheit.

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TÖNE / TÖNEN
Silke Maier

Tonaufnahmen bilden die Basis für die Malerei.

Der Computer dient als Zwischenstation und zeigt die Strukturen der Töne und Geräusche auf, welche dann in das Bild übertragen werden. Die Farbgebung erfolgt aus der Grundstimmung der jeweiligen Tonaufnahme.

Die Ölbilder befassen sich einerseits mit Geräuschen aus dem Mutterleib und andererseits mit der Geburt.
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Tanzzeichnung 1, Tusche, 63x48 cm
Lorenz Schimpfössl

Auf der Basis von Tanzfotos, die kurz vor dem Geburtstermin gemacht wurden, entstanden mehrere Zeichnungen.
In den Zeichnungen ging es mir darum, möglichst reduziert, Bewegung und die Freude an dieser bzw. am eigenen Körper, sichtbar zu machen.
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"Weiße Götter"
Ko Warum

Auf einem Flohmarkt hab ich ein Lehrbuch über Frauenheilkunde aus dem Jahre 1944 von Prof. Dr. Wilhelm Weibl entdeckt, das mich mit seinen Darstellungen des weiblichen Körpers sehr an- aber auch aufgeregt hat.

Mich animierte jedoch die künstlerische Auseinandersetzung mit den Abbildungen des Menschen in diesem Buch. Im speziellen reflektierte ich über die Rolle der Frau und ihre Abhängigkeit und das Ausgeliefertsein in der Schulmedizin.

Dieses Buch war für mich besonders spannend, da die Hände, die unvorbereitet aus dem Nichts aufzutauchen scheinen, eindeutig männlichen Geschlechtes waren.

Wir alle wissen um den Mythos der Hierarchie in Krankenhäusern und um die Präferenz sich als PatientIn lieber Ärzten als Ärztinnen zu überantworten. Der Glaube an die "Götter in Weiss" spukt anscheinend noch immer in unseren Köpfen.

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"Wunschkindkatalog"
G. Maria Wetter

"Es ist so wie es ist, sagte der Hase und gebar das Wunschkind"
Die Gegenüberstellung einer wollüstigen und der unschuldigen Beziehung.

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"Nabelschnüre trocknen sich in diese Welt"
Lisa Steiner

Ich mag sehr das fleischige körperliche materialige substanz/ige/ielle an Geburt.
Inspiriert von der japanischen Tradition, dem Kind ein Stück seiner Nabelschnur
als Verbindung zu den Ahnen auf seinen Lebensweg mitzugeben, begann ich Nabelschnüre zu trocknen.
Und sie trockneten sich ganz interessant in diese Welt.

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Video: "Ersatzflüssigkeit"
Ani Mezaduryan

Doris Day & Rock Hudson bekommen Nachwuchs - und es ist keine Packung Waschpulver !

Szenen rund um die Geburt aus einem Film der Doris Day-Reihe werden zeitlich verändert bzw. bearbeitet.
In dieser Filmsequenz bekommt die Hauptdarstellerin im Spital gerade ihr Baby, während der Ehemann nervös auf dem Gang auf und ab marschiert und auf das "Ergebnis" wartet, das ihm wenig später von der Hebamme präsentiert wird.

Die Geburt bildet das klinisch-weiße Happy End im 60iger Jahre Idyll.

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"Gebären ist zeitlos"

Dr. Wolf Lütje
Chefarzt der Frauenklinik AKH Viersen

Die Dauer gilt heute als Hauptbelastungsfaktor bei der Geburt. Zu schnelle Geburten können genau so Kontrollverlust bedeuten wie die Endlosigkeit langer Verläufe. Das Zeitempfinden im Kontext von Erschöpfung, Schmerz und Angst ist subjektiv und ein Spiegel von Motivation, Belastbarkeit, Lust, Bindung und Kohärenzgefühl. Von außen beeinflussen Kontinuität, Beteiligung, Beziehung und Betreuung den Rhythmus und das Zeitmaß der Geburt. Ungeduld und Fremdinteressen in schnelllebiger Zeit bringen die Geburt zunehmend aus dem Takt.

In diesem Vortrag geht es um das Thema Zeit rund um die Geburt: Es geht um das rechte Maß an Beschleunigung und Entschleunigung, um die Wiederentdeckung der Chance vor dem Risiko sowie eine Renaissance des Prinzips der Langsamkeit als Grundlage für Achtsamkeit gegenüber dem „zeitlosen“ Wunder und Geheimnis der Geburt. Wichtige Lebensübergänge sind Prozesse und kein Bruch. Nur im Prozess vollzieht sich Anpassung und Entwicklung. Die Frage nach dem Traum oder dem Trauma der Geburt ist auch oft eine Frage von Zeit und Raum: Dieser muss angemessen sein – heute mehr denn je!

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Bauchtanz

JALLA OUMOU NOURKOS - Lass uns aufstehen und Tanzen
Melitta Frauendorfer und ihre Gruppe

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"Eier - Tango für vier Hühner"
Barbara Schwiglhofer, Jacinta Zimmermann, Claudia Wagner, Martina Polleros

rationalisierung, stress, entsozialisierung, vereinsamung und uneingeschränktes JA-sagen zu allem was von "BIG BROTHER" befohlen wird...
schlagworte - aber alltag unserer protagonistinnen, die ihrer legebatterie anscheinend nicht entkommen können...
aber es gibt einen schlupfwinkel, eine phantasie, lebendige herzen und ein lautes NEIN, das - so hoffen wir - die entfiederten damen zu einem ausweg führt.

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"Musik am Abend"

Zoltan Kodaly - Duo für Violine und Violoncello op.7

Hartmut Pascher - Violine
Edda Breit - Violoncello

 

Sigi Finkel & Mamadou Diabate Duo - Saxophonist Sigi Finkel spielt schon seit Jahren in seiner Gruppe „African Heart“ mit afrikanischen Musikern zusammen.
Für dieses Duo hat er sich mit seinem Bandmitglied Mamadou Diabate (aus Burkina Faso) zusammengetan. Die ungewöhnliche Instrumentierung mit Saxophone/Flöten und auf der anderen Seite Balaphon und Ngoni macht den Reiz dieses Duos aus. Die zwei spielen neben eigenen Songs Musik der Sambla, einer Volksgruppe aus Burkina, der Mamadou angehört – und das kombiniert mit jazzigen Saxophonsoli eines Schwaben, der seit 20 Jahren in Wien lebt.

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Wiegenlieder

Johanna von der Decken
Christi Riedl - Harmonium und Lorenz Raab - Trompete
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"Geburtsberichte"

Frauen, Männer und Hebammen, die dabei waren, sind aufgerufen ihr Erlebtes vorzutragen.

In kleinem Kreis ist es möglich diese Erinnerungen und Gefühle mit anderen zu teilen.

Es ist geplant eine Sammlung von Geburtsberichten als Buch herauszugeben.

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"Pornokratie" von Catherine Breillat
Es liest Mag. Dorothea Wettstein nackt auf einem blutigen Leintuch

"Das liegt daran, dass ihr euch in eurer Gleichartigkeit verschließt, ihr Männer seid zu, bei uns ist alles offen und in Fluss. Das macht den Körper weich, verändert das Gemüt, die ganze Persönlichkeit. Dass ihr uns obszön empfindet, ist blanker Neid, denn das, was ihr nicht habt nennt ihr obszön, dabei ist es in Wahrheit ein euch bislang verwehrtes Königreich."

"... denn sie haben tatsächlich Angst vor diesem Blut, das ohne jede Verletzung fließt. Das, was ihr unrein nennt, ist für mich etwas geradezu Göttliches ..."
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"Jazzbrunch"

Lorenz Raab - Trompete
Oliver Steger - Kontrabass
Uli Soyka - Drums
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"Birthday - "living art dance"
Bea Schrader

in 24 stunden rund um die geburt ist fötus präsent und kann jederzeit schlüpfen

"birthday" ist installation für die dauer des festes und erzählt vom sensiblen wahrnehmen ganzer abläufe über veränderung und ankunft hinaus
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"Eltern für Hausgeburt"

Nächstes Treffen: 31. August 17:00 im NANAYA Zollergasse 37, 1070 Wien

Gründe, Motive und Vorteile einer Hausgeburt werden gesammelt und besprochen. Interessierte, Betroffene und Zufriedene sind zur Mitarbeit eingeladen. Ziel dieses Elternforums ist, die Vorteile und Sicherheit der Hausgeburt in die Öffentlichkeit zu tragen. Lobbying für die Anliegen der Hausgeburtshilfe ist gefragt.
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"Whose body is it?
A global struggle for control of pregnancy and childbirth"

Prof. Marsden Wagner
Ehem. WHO Regional officer for womens health

There is a struggle going on all over the world for the control of women, for the control of women's bodies, for the control of women's reproductive behavior, for the control of pregnancy and childbirth.

The ways in which this struggle happens in various countries will be presented. The ways in which women work to maintain their freedom over their own bodies and their own birthing will be presented. The central role of midwives in this struggle will be discussed.

Der Vortrag wird simultan übersetzt.